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Mote con huesillo

Auf den ersten Blick erscheinen so manche chilenischen Essenstraditionen etwas abschreckend: Vom «Huhn im Schlamm» (pollo al barro) bis zum «Schwein im Stein« (chancho en piedra) ist in der chilenischen Küche nahezu alles enthalten. Dabei darf auch der «Weizen mit Knöchelchen» (mote con huesillo) nicht fehlen, von dem unbedarfte Reisende durchaus glauben könnten, er wäre ein warmes Hauptgericht. Das wäre aber weit gefehlt, denn es handelt sich hierbei vielmehr um DAS chilenische Sommergetränk, das zur heißen Zeit in Chile an quasi jeder Straßenecke und auf jeder Restaurantkarte angeboten wird.

Der erfrischende alkoholfreie Drink wird traditionellerweise aus dem typisch chilenischen Weizen «mote de trigo» und getrockneten Pfirsichen (huesillo) zubereitet. Beides wird mit einem eiskalten süßen Nektar, bestehend aus Wasser, Pfirsichsaft und Zucker, übergossen und schon ist die leckere Erfrischung fertig. Da die gequollenen Weizenkeime des «mote» durchaus auch sättigend sind, wird das Getränk mancherorts auch als «postre», also als Nachtisch, angeboten.

Der Legende nach liegt der Ursprung des «Mote con huesillo» im mittleren Zentralchile, wo aufgrund der klimatischen Bedingungen die fruchtbarsten Regionen des Landes liegen und auch der chilenische Weizen hauptsächlich angebaut wird. Neben dem Hauptnahrungsmittel Mais spielt Weizen in der chilenischen Küche seit jeher eine wichtige Rolle und auch der «Mote con huesillo» wurde schon in der Kolonialzeit als beliebte Erfrischung und zur Überbrückung der starken Mittagshitze serviert.

Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mote_con_huesillo.jpg?uselang=de

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