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Gedenken an Friedrich Schlotterbeck

Noch 1945 verfasste Friedrich Schlotterbeck seine Erinnerungen «Je dunkler die Nacht ... Erinnerungen eines deutschen Arbeiters», ein ebenso persönliches wie mitreißendes Zeitdokument über Widerstand, Haft und Flucht im Nationalsozialismus. Schlotterbeck, dessen ganze Familie Opfer des NS-Terrors wurde, wirkte nach dem Zweiten Weltkrieg in Stuttgart (u.a. als Präsident des Roten Kreuzes Württemberg-Badens und der VVN). Er lebte später in der DDR, wo er in den 1950er-Jahren wegen falscher Anschuldigungen einige Jahre in Haft verbrachte, später aber rehabilitiert wurde. Er war befreundet mit Christa Wolf, die auch ein Nachwort zu seinem Roman verfasste.
Am 20.3. liest Kabarettist Peter Grohmann in Stuttgart-Untertürkheim, dem Wohnort der Familie Schlotterbeck, aus dem Buch «Je dunkler die Nacht...». Für die musikalische Umrahmung sorgen «Die Marbacher». Ort: Kulturtreff im Julius-Lusser-Haus, Strümpfelbacher Str. 38. Beginn 20 Uhr.
Aus Anlass von «75 Jahre Ende des 2. Weltkriegs und der Nazidiktatur» liest Schauspieler Reinhold Ohngemach am 8.5. in der Württembergischen Landesbühne (Studio am Blarer Platz) aus Schlotterbecks Erinnerungen. Christoph Hofrichter begleitet den Abend mit Liedern aus der sozialistischen Arbeiterbewegung.

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Ankündigung Untertürkheim
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