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Am Fuße der Festung

Während Meldungen über Ertrunkene vor der Küste Italiens, überforderte Kommunen und Asylsuchende im Hungerstreik nahezu täglich in den Medien erscheinen und Staat und Gesellschaft vor große Probleme stellen, geraten die Einzelschicksale der Flüchtlinge dahinter oft in Vergessenheit.
«Am Fuße der Festung» lässt dieses Vergessen nicht zu. Johannes Bühler hat, fernab von Statistiken und politischen Talkshows, die Routen der Migranten bereist, sie begleitet und sich ihre Geschichten erzählen lassen. Er berichtet von Langeweile und Hoffnungslosigkeit
der marokkanischen Jugendlichen, die sich allabendlich auf Frachtschiffen verstecken, um nach Europa zu kommen; von der Wut junger Menschen in Afrika auf Europa, das sie als Ausbeuter begreifen und trotzdem unbedingt erreichen wollen. In seinen eigenen Reflektionen verdeutlicht er die Absurdität, in der sein Schweizer Pass ihn mühelos Grenzen
überqueren lässt, während andere jahrelang im Niemandsland der marokkanischen Wüste verschwinden oder vor den Toren Melillas auf eine Lücke im Grenzzaun warten.
Die politische Reisereportage offenbart anhand der Geschichten der Reisenden die systematische Ausbeutung und Folter der Flüchtlinge durch Schlepperorganisationen
in ihren eigenen Ländern, organisierten Frauenhandel und sexuelle Gewalt, die Abwehrpolitik der Europäischen Union mit einhergehenden Menschenrechtsverletzungen und
zeichnet durch die für sich sprechenden Flüchtlingsgeschichten ein einprägsames, persönliches Bild der Migrationsproblematik Europas.

Medienstimmen:
Eine politische und persönliche Reportage, die unter die Haut geht.
Südwind Magazin, 6/15

Es ist eine politische Reisereportage, die uns aufzeigt, mit welchen Strapazen die Flüchtlinge mit der Sehnsucht nach einem besseren Leben in Europa konfrontiert werden, wie Flüchtlinge von Schlepperbanden gefoltert und ausgebeutet werden, wie organisiert mit Frauen gehandelt wird, wie diese sexuelle Gewalt erfahren, und wie die Abwehrpolitik der Europäischen Union weitere Menschenrechtsverletzungen nach sich zieht.
World University Service

Keine Lektüre für zarte Gemüter, aber notwendig, um zu verstehen.
Corinna Waltz in «Eine Welt. Magazin aus Mission und Ökomene», 2/2015

... ein unbedingt lesenswertes Buch.
Publik Forum, 8/15

Mit den einprägsamen Schilderungen der fünfzehn Einzelschicksale legt der junge Autor die individuellen Tragödien des europäischen Grenzregimes offen, die in der hiesigen Berichterstattung fehlen.
Johanna Bröse auf «kritisch-lesen.de»

Das Buch ist erschreckend, aufrüttelnd und auf jeden Fall lesenswert für all jene, die im Besitz des «roten Büchleins» ─ wie Bühler den Europapass nennt─ sind. Ein Papier, das die Lebenschancen von uns allen zu bestimmen scheint.
Claudia Grobner in «asyl aktuell», 3/2015


Ich empfehle den Leser_innen von Archipel unbedingt dieses Buch zu lesen.
Claude Braun, Europäisches BürgerInnenforum, Mai 2015

Einzelne RezensentInnen haben Bühler vorgeworfen, die politisch-ökonomischen Zusammenhänge hinter den Schicksalen von Amadou, Amin, Naomi, Massamba, David, Felix, Maruan, N'diaye, Serge, Jeanne, Moussa, Nadine, Lamin, Sohir und Giresse ausgeblendet zu haben. Tatsächlich finden sich im Buch nur vereinzelte Analyseansätze, hauptsächlich im Kapitel «exzellente Kooperation». Zusammen mit den hervorragenden Zeichnungen der Illustratorin Marina Grimme scheint mit jedoch genau die Fokussierung auf die menschliche Begegnung zwischen Ungleichen den Erfolg des Buches auszumachen.
Salvatore Pittà in «Neue Wege», 9/15

... als ergreifendes Dokument und Denkanstoß empfohlen.
Reinhild Khan in «Einkaufszentrale der öffentlichen Bibliotheken», ID 2015/17

Anstatt wie Politiker oder Experten die Flüchtlingsproblematik theoretisch abzuhandeln, betreibt Bühler mit seinem Buch Feldstudien vor Ort. Bühlers Buch liefert aber auch immer wieder politische Hintergründe, etwa über die Europäische Nachbarschaftspolitik, in der die Europäische Union Marokko dazu verpflichtet, die irreguläre Migration zu stoppen und ihm als Dank dafür mehr EU-Entwicklungshilfegelder überweist als jedem anderen Land auf der Welt.
Quentin Schlapbach in «Berner Zeitung», 2.2.2015

Wer sich schlecht Informiert fühlt über das Elend der Flüchtlinge und das individuelle Schicksal einzelner Menschen vor Augen geführt bekommen will, dem sei zu Bühlers Buch geraten.
Peter Schadt, keinort.de

Beinahe täglich erreichen uns Nachrichten von Flüchtlingen, die auf italienischen oder griechischen Inseln landen, von der Küstenwache in Seenot aufgegriffen werden oder bei der Überfahrt des Mittelmeers ertrinken. In den Fokus geraten dabei nur jene Personen, die überhaupt in Europa ankommen. Was mit denjenigen geschieht, die es gar nicht über das Mittelmeer schaffen, fragt kaum jemand. Ein wichtiges Buch blickt hier genauer hin. Der junge Berner Autor Johannes Bühler weiss, dass die humanitäre Katastrophe des Migrationsverkehrs in Zahlen nicht zu fassen ist. Deshalb erzählt er Geschichten. Genauer:
Er lässt die Betroffenen, allesamt in Matem Zusammenhang mit der europäischen Politik der Abschottung.
Martina Läubli in «Aufbruch», 30.4.2015
Mehr
Cover ISBN 978-3-89657-077-2

Bühler, Johannes:
Am Fuße der Festung
Begegnungen vor Europas Grenze
1. Auflage 2015
Buch
304 Seiten, kartoniert
Schmetterling
ISBN 3-89657-077-3
19,80 EUR
(inkl. MwSt., zzgl. Porto)

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InhaltsverzeichnisTextprobeWeitere Downloads
Autoreninfo
Johannes Bühler
Hintergrund
Vorschau Politik/Kultur Frühjahr 2015Lesereise zu Flucht und Migration
Leserstimmen
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Ergänzende Titel:
Kommentare:
  1. Sigrid Eckert-Hoßbach | 25.03.2015 14:48 Uhr
    Sehr geehrter Herr Bühler!

    Herzlichen Dank für Ihr Buch, ich hoffe dass es viele lesen, dass es Menschen offener werden lässt, dass ein andere Weg anfängt, sich zum öffnen in unserer Welt.

    Hochachtungsvoll
    Sigrid Eckert-Hoßbach

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