Lederhosen, Dutt und Giftgas

Der Publizist Friedrich Paul Heller legt das erste Buch zur Colonia Dignidad vor, das nach der Verhaftung des Sektenführers Paul Schäfer im März 2005 verfasst wurde. Jetzt, wo es mit der berüchtigten deutschen Siedlung im Süden Chiles zuende geht, werden viele grausame Wahrheiten erstmals sichtbar.
Kindesmißbrauch, sexuelle Gewalt, Psychoterror, Zwangsmedikation und die Entführung von Babys sind demnach nur die Oberfläche des Skandals um die «Colonia Dignidad». Das deutsche Sektenlager in Chile war in Folter, Massenmorde, Waffenschmuggel und die Produktion von B- und C-Waffen verwickelt. Hatte sich die Sekte bei Ihrer Flucht aus Deutschland im Jahre 1961 der Utopie einer urchristlichen Gemeinschaft verschrieben, entstand spätestens in den 1970er-Jahren ein Folter- und Todeslager als Teil eines geheimdienstlich-militärischen Projektes.
Die deutsche Botschaft hat das Treiben in der schlimmsten Pinotchetzeit gegen besseres Wissen gedeckt. Auch westdeutsche Geheimdienstler haben sich der Siedlung bedient.
Die Verhaftung des Sektenführers Paul Schäfer hat den Bann gebrochen. Jetzt reden Menschen, die aus Angst jahrelang geschwiegen haben. Ihr Wissen ist in «Lederhosen, Dutt und Giftgas» eindrucksvoll zusammengefaßt.

So urteilt die Presse:
Cover ISBN 978-3-89657-095-6

Heller, Friedrich Paul:
Lederhosen, Dutt und Giftgas
Die Hintergründe der Colonia Dignidad
3., überarbeitete Auflage 2008
143 Seiten, kartoniert
Schmetterling
ISBN 3-89657-095-1
14,80 EUR
Titel vergriffen (Neuauflage demnächst)

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