Weingärten, Mühlen und Viehwirtschaft prägten einst das Nesenbachtal und das Dörfchen Heslach südlich der Residenzstadt Stuttgart. Spätestens im 19. Jahrhundert änderte sich dieses Bild: Textil- und Maschinenfabriken, Brauereien und Arbeitersiedlungen schossen aus dem Boden, die Industriebevölkerung wuchs schlagartig und bis vor einigen Jahren machte dröhnender Durchgangsverkehr manche Teile des Stuttgarter Südens beinahe unbewohnbar.
Heute kann Werner Buthge auf den insgesamt vier Streifzügen seines neuen Buches «Von der Zahnradbahn zur Seilbahn. Streifzüge durch den Stuttgarter Süden» ein buntes, citynahes Stadtviertel mit guter Lebensqualität vorstellen. Entlang seines Weges berichten Straßen, Plätze und Gebäude von markanten Ereignissen, historischen Entwicklungen und wichtigen, manchmal aber auch schillernden Persönlichkeiten, die das Gesicht Stuttgarter Südens bis heute entscheidend geprägt haben.
Die Streifzüge:
1. Marienplatz — «Kleine Schweiz» — Schwabtunnel — Stadtbad Heslach — «Kohldampfgässle» — Marienplatz
2. Tunneleingang B14 — Alter Zahnradbahnhof — Markuskirche — Furtbachfriedhof — Rupert-Mayer-Platz — Marienkirche — Brauerei Dinkelacker — Mörikeanlage — Villa Gemmingen — Karlshöhe
3. Erwin-Schöttle-Platz — Matthäuskirche — Altes Feuerwehrhaus — Böheim-Siedlung — Marienhospital — «Eiernest» — Lerchenrainschule — Lilo-Hermann-Zentrum — Erwin-Schöttle-Platz
4. Bihlplatz — Ritterstüble — Heslacher Friedhof — Südheimer Platz
So urteilt die Presse:
Sein Buch will Buthge als eine Art Statusbericht verstanden wissen: eine Beschreibung, wie der Süden im Jahr 2011 aussieht. Er will aber auch Werbung machen für den Stadtbezirk, in dem er aufgewachsen ist ─ und würde sich in dem Zusammenhang auch eine größere Anstrengung der Stadt wünschen...
Benjamin Schieler in Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten, 11. November 2011
... dürfte selbst eingesessenen Südbürgern neue Erkenntnisse bringen. Eigentlich gehört es in jedes Haus im Stuttgarter Süden. Zugleich ist es die ideale Gabe, die Hausbesitzer neu zugezogenen Mietern überreichen können.
Lebendiger Süden, Januar + Februar 2012