«Obwohl die Straßen keinen Mund und keine Sprache haben, bin ich sicher, dass sie, wenn sie sprechen könnten, darum bitten würden, ausgebessert zu werden.»
Àngel Aguilar Bravo, San Carlos/Nicaragua
Kinder aus San Carlos/Nicaragua zeichnen in Briefen, die im Rahmen eines Schreibprojekts an die Partnerstadt Nürnberg gesandt wurden, ein eindrückliches Bild vom Leben in ihrer Straße. Sie erzählen von dem, was sie bedrückt – Armut, Schmutz, Kriminalität –, aber auch von ihren Träumen, Sehnsüchten und Utopien: von der Notwendigkeit, die Umwelt zu verbessern und zu schützen, mehr für Sauberkeit und Hygiene zu tun, die Straßen zugunsten der Fußgänger menschlicher zu gestalten, Kunst und Kultur zu fördern...
Die oft humorvollen, scharfsinnigen Beobachtungen der Kinder und Jugendlichen regen zum Nachdenken und Diskutieren an.
Der zweisprachig deutsch/spanische Text bietet Lateinamerika-Interessierten vielschichtige Einblicke in die Lebensrealität Nicaraguas und eignet sich in besonderem Maße als Lektüre im Spanischunterricht. Als besonderer Service für Lehrende wird eine umfangreiche Didaktisierung ausgewählter Briefe zum kostenlosen Download auf unserer Homepage zur Verfügung stehen. Die spanischen Briefe sind durch eine deutsche Übersetzung sowie durch Vokabelerläuterungen ergänzt.
Mit zahlreichen Farb- und Schwarzweißfotographien, einer Einführung und Zusatzmaterial zu Nicaragua.
Die erste Auflage des Buches wurde von der Stadt Nürnberg im Eigenvertrieb verkauft und ist inzwischen nicht mehr lieferbar.
So urteilt die Presse:
Leise und unspektakulär leistet «Wenn die Straßen sprechen könnten» seinen eigenen Beitrag zur Völkerverständigung und öffnet Wohlstandsgesellschaften die Augen.
Andreas Drouve in «Hispanorama», Mai 2008
Sehr lebendig und humorvoll, authentisch und wahrheitsliebend drücken sich die Kinder von San Carlos in ihren Briefen aus ─ und gerade darin besteht der Charme des Buches. Daneben gewährt es genaue, mitunter fast schon intime Einblicke in das häufig nicht gerade einfache Leben in dieser mittelamerikanischen Stadt.
Eva Kettler in «Nürnberger Zeitung», 12.12.2007
Weil die nicaraguanischen Kinder in einfachen Worten über ihre Straße geschrieben haben, eignen sich die Texte für den Lehrbereich. Ganz nebenbei lernt man auch viel über das Alltagsleben in Nicaragua, über enge Nachbarschaften und tägliche Improvisationen.
«Nürnberger Nachrichten», 10.1.2008
Die Veröffentlich dieses wunderbaren Buches brachte die Bürgermeisterin von San Carlos, Marisol McRea tatsächlich dazu , die Straßen befestigen, eine Kanalisation bauen zu lassen, sie beauftragte eine funktionierende Müllabfuhr einzurichten und ordnete schließlich an, in einem demokratischen Verfahren, die Straßen endlich zu benennen.
Weitere Infos auf http://www.kinderstrasse.com unter dem Menupunkt "International" und dann beim Klick auf Mittelamerika sowie unter dem Ounkt "Neuigkeiten".